24.03.2008
Darf Olympia in China stattfinden?
+ Olympia - Der Auftakt war angemessen! Bei der Eröffnungszeremonie vor dem Hera-Tempel im griechischen Olympia sorgten heute Tibet-Aktivisten für begleitenden Protest, bevor das olympische Feuer entzündet werden konnte. Vor dem Hintergrund des brutalen Vorgehens chinesischer Soldaten in Tibet werden solche Proteste anhalten. Und das ist gut so.
Darf das kommunistische China damit durchkommen, lautet die Frage, die angesichts der Fernsehbilder aus Tibet auf der ganzen Welt diskutiert wird. Und die chinesische Führung ist stinksauer, vermasselt ihnen der Aufruhr im geschundenen "Hinterhof" Tibet doch die sorgfältig inszenierte Propagandashow der Olympischen Sommerspiele 2008.
Können die Spiele der Jugend der Welt in einem Land stattfinden, das zeitgleich auf Demonstranten schießen lässt? Natürlich nicht! Doch die Spiele werden in Peking stattfinden. Zu viele wirtschaftliche Interessen stehen auf dem Spiel. Und kaum ein Land würde es sich erlauben, Streit mit dem Riesenreich im Osten anzufangen, dessen ungesättigte Märkte riesige Gewinne für die Zukunft versprechen. Würde die Fußball-WM in Südafrika stattfinden, wenn dort gemordet würde? Niemals! Aber China ist so groß und mächtig, dass es sich nahezu alles erlauben kann - von Schüssen auf Demonstranten über illegalen Organhandel bis zur Unterdrückung des christlichen Glaubens.
Und deshalb dürfen die Proteste jetzt nicht mehr abreißen. Kein Tag ohne Widerstand gegen das Unrecht - auch und gerade IN China, denn dort werden tausende Medienvertreter aus aller Welt sein. Sie können im Sommer hautnah berichten, was für ein verbrecherisches Regime in Peking die Fäden zieht.
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