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WELT
07.02.2008

Wirbel um australischen Hassprediger

+ Sydney - Unter islamischen Fanatikern ist Scheich Feiz Mohammed (36) eine weltbekannte Institution. Als Chef des Globalen Islamistischen Jugendzentrums  im australischen Sydney unterweist er nicht nur die etwa 4.000 Mitglieder im wahren Glauben , sondern verbreitet seine Hasstiraden auch per Videobotschaften über alle Kontinente.



von INKE HOFMANN

Konnte der Scheich seiner Tätigkeit bisher mehr oder weniger unbehelligt von den australischen Behörden nachgehen, so hat er nun den Bogen wohl überspannt. Britische Journalisten fanden in einem einschlägig bekannten Buchladen in Birmingham ein Videoband, in dem der Hetzredner erklärte: Wir wollen Kinder, um sie als Soldaten zu opfern, die den Islam verteidigen.

Und weiter (an die Eltern gerichtet): Lehrt Eure Kinder: Es gibt nichts Schöneres als den dringenden Wunsch des Märtyrertodes. Pflanzt in ihre weichen, zarten Herzen die Begeisterung für den Heiligen Krieg und die Liebe zum Märtyrertum.

Nachdem Ausschnitte des Films auch vom australischen Fernsehen gezeigt wurden, sind Regierung und Behörden in heller Aufregung. Nach einer Polizeirazzia setzte sich Scheich Feiz in den Libanon ab. Kevin Rudd, Chef der Arbeiterpartei Australiens empfahl: Kommen Sie nicht mehr zurück nach Australien. Sie sind hier nicht willkommen.

Für Empörung hatte der Scheich bereits im Frühjahr gesorgt. Da warf er vergewaltigten Frauen vor, selbst schuld an ihrem Schicksal zu sein, da sie sich zu aufreizend kleiden. Feiz ist auf dem fünften Kontinent übrigens nicht allein. Scheich Taj al-Din al-Hitali heisst der Obermufti Australiens, der die sichtbare Haut sommerlich bekleidete Frauen schon mal als unbedecktes Fleisch  beschrieb und außerdem erklärte, die Muslime hätten mehr Anrecht auf Australien, da die weißen Einwohner Nachkommen von Verbrechern seien.

Willkommen in der Wirklichkeit, Australien!
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