07.02.2008
57 Schüler aus München sind Deutschlands Gospel-Superstars
Von Tobias-B. Ottmar
Gospelgesang ist weit mehr als Oh happy day . Das zeigte sich beim Gospel Award in München
Grünwald Gospel Jugend heißt der Gewinner des zweiten Gospel-Awards, der vor wenigen Wochen in München verliehen wurde. Der Chor aus 57 Schülern setzte sich beim Finale in der bayerischen Landeshauptstadt gegen fünf Mit-bewerber durch. Insgesamt hatten sich rund 200 Sängergruppen für den mit 5.000 Euro dotierten Preis beworben. Eine sechsköpfige Jury, unter anderem mit dem bekannten Musikproduzenten Thomas M. Stein, wählte die Finalisten aus. Bei der Endabstimmung im Inter-nationalen Congress Center (ICC) München zählten je zur Hälfte so-wohl die Stimmen der 3000 Zu-schauer, die per SMS für ihren Fa-voriten votieren konnten, als auch die Jury-Entscheidung.
Seit vier Jahren besteht der Sie-gerchor am Albert-Einstein Gym-nasium im Grünwald bei München. Inzwischen singen auch Schüler anderer Schulen in dem Chor mit. Mit dem einzigen deutschen Titel des Wettbewerbs, Gott ist da , überzeugten sie die Jury und das Publikum.
Für die Entscheidung der Juroren war vor allem der Gesamteindruck entscheidend. Jury-Mitglied Inga Rumpf sagte: Es war toll, dass sie so enthusiastisch waren. Für mich kommt es darauf an, dass beim Gospel der Funke überspringt, die Stimme interessant und der Auftritt leidenschaftlich ist.
In der zweieinhalbstündigen Gos-pel-Gala legten aber auch die an-deren Gruppen eine überzeugende Leistung ab. Die Beinahe Sechs traten mit dem Acapella-Stück This little light of mine auf. Wie der musikalische Leiter Daniel Hä-seker sagte, sähen die Sänger Gospel nicht nur als eine Stilrich-tung, sondern auch als
Möglichkeit, unserem Publikum das Evangelium (engl.: gospel ) auf ansprechende Weise näher zu bringen. Für den ersten Platz auf dem Podium reichte es allerdings für die fünf Männer nicht.
Der erst zwei Jahre alte niederlän-dische Chosen Gospel Choir ver-suchte mit dem Lied Healer in the House die Jury zu überzeugen. Für die mehr als 30 Sänger und Musiker sei allein die Tatsache im Finale dabei zu sein, eine Ehre, sagte ein Chormitglied.
Auch für den Wiesbadener New Spirit Gospel Choir war die Teil-nahme am Finale der bisherige Höhepunkt der Chorlaufbahn. Und das, obwohl die Sängergemein-schaft bereits einige Wettbewerbe gewann und sogar zu Festivals in Irland und Italien eingeladen wur-de. Auch die schwedische Gruppe The Master s Voice konnte mit dem Lied All the joy den Grün-wäldern Sängern den Sieg nicht nehmen. Neben den fünf Chören wagte sich auch eine Solistin auf die Bühne: Die 24 Jahre alte Irma Dam aus den Niederlanden trat mit dem Lied Thank You auf. Auch für sie hängt der Gospel untrenn-bar mit ihrem persönlichen Glau-ben zusammen: Gott hat mich als Person verändert und das möchte ich gern ganz
ungezwungen mit so vielen Leuten wie möglich teilen , sagte die Sän-gerin, die bereits mit 15 Jahren das erste Mal auf der Bühne stand.
Auch in diesem Jahr soll wieder der beste Gospel-Chor gekürt wer-den. Wann und wo dies allerdings sein wird steht bislang noch nicht fes
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