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ETHIK
11.04.2008

Sie haben die Büchse der Pandora geöffnet

+ Berlin - Der deutsche Bundestag hat heute mit großer Mehrheit die Forschung an embryonalen Stammzellen erleichtert. Mit 246 gegen 228 wurde dem Lebensrecht und der Würde des Menschen ein schwerer Schlag versetzt.



Bis zuletzt hatten insbesondere Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um den Abgeordneten Hubert Hüppe (Unna) versucht, das Unheil aufzuhalten. Doch selbst leidenschaftliche Appelle verhalten im Hohen Haus. Bis heute sei kein einziges Menschenleben durch die Ergebnisse der embryonalen Stammzellenforschung gerettet worden, aber "Tausende von Versuchstieren sind an den Tumoren gestorben", sagte Hüppe. Sein Antrag auf Verbot der embryonalen Stammzellenforschung, der u. a. vom Vorsitzenden der Jungen Union Deutschlands, Philipp Missfelder unterstützt wurde, fand indes keine Mehrheit. Stattdessen schritten die CDU-Abgeordnete Reiche und SED/Linke-Funktionär Gysi gemeinsam zur Abstimmung, um den Stichtag für die Vernichtung menschlicher Stammzellen um fünf Jahre zu verschieben. Beobachter gehen davon aus, dass spätestens in zwei Jahren eine neue "Sticktagsverlegung" zu erwarten ist. "Ein schlimmer Tag für das Lebensrecht", urteilten Vertreter mehrerer Pro-Life-Gruppen nach der Abstimmung


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