15.02.2008
"Last Man standing":
Der tapfere Kampf des Abgeordneten Hüppe
+ Berlin - Der Bundestag diskutierte am Donnerstag über die zukünftige Nutzung embryonaler
Stammzellen. Quer durch alle Fraktionen verläuft die Linie der Befürworter und Gegner einer
Ausweitung der Forschung. Der CDU-Abgeordnete Hubert Hüppe aus Unna kämpfte im Parlament
leidenschaftlich für ein vollständiges Verbot der Tötung menschlicher Embryonen.
Immerhin 52 Abgeordnete haben den von Hüppe und der CSU-Abgeordneten Maria Eichborn eingebrachten Antrag unterschrieben, darunter Konrad Schily (FDP) und Monika Knoche (Die Linke). Schily machte deutlich, dass der Schutz des menschlichen Lebens keine Relativierung und keinen Kompromiss zulasse. Es gibt nur "Ja oder Nein": "Wir müssen uns entscheiden!"
Während die forschungsgläubigen Politiker auch der Union - wie Katherina Reiche und Peter Hintze - von "Forschungs-Hemnissen" sprachen und abwogen, was wertvoller sei - ein kranker komplett existierender Mensch oder ein Embryo, lieferten andere Politiker, insbesondere der CDU/CSU, beeindruckende Redebeiträge. "Mein krebskranker Schwiegervater liegt im Sterben", begann z. B. Michael Brand (CDU) seine Ausführungen. Es sei furchtbar, dem Leiden machtlos gegenüber zu stehen, aber man dürfe in der Forschung Grenzen nicht überschreiten: "Um neue medizinische Therapien zu entwickeln, dürfen keine Embryonen getötet werden!"
Hubert Hüppe, der seit Jahren zu den führenden Köpfen der Lebensschützer in Deutschland gehört und immer wieder durch seine kompromisslose Haltung auch bei der Abtreibung positiv aufgefallen ist, machte deutlich, um was es geht:
"Nach fünf, sechs Tagen kann sich der Embryo nicht mehr teilen. Es ist völlig klar, welche Erbanlagen er hat, und es wird fein säuberlich registriert, welches Geschlecht der Embryo hat. Man kann also nicht sagen, dass das irgendeine Zellmasse ist, irgendein Müll, der bei der Reproduktion übrig bleibt, sondern es handelt sich um menschliches Leben."
Und weiter: "Es ist egal, wie ein Mensch entstanden ist, sondern ob ein Mensch entstanden ist. Und wenn er ein Mensch ist, dann hat er die volle Menschenwürde."
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