ARCHIV
CARTOONS
DEUTSCHLAND
24.02.2008

Wolfgang Böhmer spricht Wahres aus - und wird beschimpft

+ Magdeburg - Und wieder schlagen die Wellen der Empörung hoch. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sieht einen Zusammenhang zwischen "DDR-Mentalität" und den zahlreichen Fällen von Babytötungen in den neuen Bundesländern. Viele Frauen im Osten hätten "eine leichtfertigere Einstellung zum werdenden Leben", sagte er und erntet einen Sturm der Entrüstung.



Dabei ist unübersehbar, dass die Zahl der Morde, die Mütter an ihren gerade geborenen Babys verüben im Osten Deutschlands etwa vier Mal so hoch ist wie in den alten Bundesländern. Wenn man nach den Ursachen forscht, kann man nicht übersehen, dass 40 Jahre atheistische Erziehung in der DDR ihre Spuren hinterlassen haben. Rechtlich hatte der sozialistische Staat eine Fristenlösung, d. h. Abtreibung bis zur 12. Woche war straflos. Böhmer: "Die Frauen entschieden. Ohne sich auch nur einmal erklären zu müssen. Das wirkt bis heute nach." Sein Parteifreund, der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm hatte bereits vor drei Jahren ähnlich argumentiert, als er angesichts der neun (!) von ihrer Mutter getöteten Babys in der Nähe von Frankfurt/Oder zu dem Schluss kam, für Gewalt und Verwahrlosung im Osten Deutschlands seien die "Proletarisierung" und "zwangsweise Kollektivierung" zu DDR-Zeiten verantwortlich.

Wie jedes Mal, wenn ein Politiker das Tabuthema Abtreibung erwähnt, wird auch Böhmer in den Medien massiv angegriffen. Und die "Bundes-Betroffenheitsbeauftragte", Grünen-Chefin Claudia Roth, war dann auch die erste, die den Rücktritt des Ministerpräsidenten forderte. Die Political Correctness in diesem Land wird immer unerträglicher.


nach oben | Artikel drucken
 
 
 
 
Impressum | E-Mail: info@vers1.net
Copyright: vers1.net 2005-2008 | VERS 1 | Tel. 0 22 71 - 908-150 | Fax 0 22 71 - 908-155 | Domacker Str. 54 | 50127 Bergheim